Brahms-Tage / Aimez-vous Brahms "the progressive"? Brahms und die Folgen.
Brahms galt im 19. Jahrhundert als Konservativer - im Gegensatz zur ‚Zukunftsmusik’ der Neudeutschen um Richard Wagner.
Erst die nächste Generation um Schönberg entdeckte, wie modern diese Musik ist - und dieses Programm gibt uns die Möglichkeit, den Gemeinsamkeiten zwischen ihm und ‚Brahmsianern‘ der nächsten Generationen nachzuhören. Klavier- und Kammermusik von Kurtag, Webern, Schönberg - und Brahms. Es spielen Sarah Jegou-Sageman, Killian White, Giuseppe Guarrera und Michael Wendeberg.
Der in Ebingen geborene Pianist und Dirigent Michael Wendeberg hat in den letzten Jahren bei seinen Klavierabenden im Lautlinger Schloss je die Hälfte seiner Programme auf kleinen, leicht portablen Tafelklavieren aus der dortigen Sammlung Jehle gespielt und damit das Publikum begeistert. Es handelt sich um eine der wichtigsten Sammlungen von konzertfähigen historischen Tasteninstrumenten in Deutschland. Um ein zentrales Instrument der Sammlung, einen wundervollen Bechstein-Konzertflügel von 1860, prädestiniert für Brahms und verwandtes Repertoire, dem Publikum vorzustellen zu können, hat Wendeberg dieses Festival initiiert. An drei Tagen finden sechs Konzerte statt, die von Brahms ausgehend unterschiedliche musikalische Wege erkunden. Seine Kammermusikpartner bei diesem Unternehmen - die französische Violinistin Sarah Jégou-Sageman, der irische Cellist Killian White, die israelische Mezzosopranistin Hagar Sharvit und der italienische Pianist Giuseppe Guarrera, allesamt internationale Musikpreisträger - sind genauso wie er auf den Konzertbühnen der Welt zu Hause und versprechen ein vielfarbiges, hochkarätiges Konzertwochenende.
Musik von Johannes Brahms, Anton Webern, Arnold Schönberg und György Kurtag.