Masterplan Tourismus erfolgreich

Albstadt auf dem Weg zum gefragten Kurzreiseziel

Im Gemeinderat präsentierte Hagen Melzer von der Agentur Project M den jährlichen Statusbericht des Masterplans Tourismus. Fazit: Vor allem mit den Traufgängen befindet sich Albstadt auf der Überholspur. Das steigende Interesse von übernachtenden Gästen erfordert neue Marketinglösungen für den Senkrechtstarter. Im Angebot sollen nun ab 2014 Mountainbike und der Nordic-Ski-Bereich mit hoher Qualität und Konsequenz nachziehen.

Laut Project M standen die Traufgänge in diesem Jahr im Zeichen kontinuierlicher Angebotspflege: Beschilderungen wurden optimiert, Wege instandgesetzt, Parkplätze wie z.B. am Schützenhaus in Tailfingen erweitert, und die „Nette Toilette“ bei mittlerweile 13 Gastgebern eingeführt. Zentraler Erfolgsfaktor ist jedoch das deutlich intensivierte Kooperationsmarketing: Die „Premiumwanderwelten“ als Zusammenschluss von deutschlandweit 7 Top-Premiumwandermarken lassen die übernachtungsrelevanten Anfragen z.B. aus Rheinland-Pfalz in der Tourist-Information deutlich ansteigen, auf der bundesweit führenden Tourenplattform „outdooractive.com“ hängen die Traufgänge Regionen wie das Sauerland und die Steiermark ab. Deutschlandweit steht Albstadt hier auf dem 10. Rang (von 500) des Rankings bei den Internet-Zugriffen. Oberbürgermeister Dr. Gneveckow hierzu: „Ich freue mich über den hohen Zuspruch. Nun gilt es die begonnene Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen zu intensivieren. Die um die neu entstehenden Premiumwege auf der Südwestalb erweiterte Top-Marke Traufgänge ist für alle Beteiligten von Gewinn. Es würden dadurch neue Reiseanlässe für die Zollernalb und damit auch für Albstadt entstehen“, so Gneveckow.

Nach Project M profitieren von der aktuell steigenden Übernachtungsnachfrage die kleinen Ferienwohnungen,vor allem die als Wanderqualitätsgastgeber zertifizierten. Allerdings tauchen diese nicht in der amtlichen Statistik auf – die Stagnation der dort erfassten Hotellerie rührt vor allem aus den Schwankungen bei den Geschäftsreisen und Kapazitätsengpässen über die Woche. Für eine gezielte Investorenansprache wurde in diesem Jahr eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Den Experten freut besonders, dass es auch immer mehr Interessenten für kleinere Investitionen wie z.B. in Vesperhütten gibt: „Hier schlägt der Masterplan – im positiven Sinne – voll durch“, so Melzer.

Konsequenz und Durchhaltevermögen ist in Bezug auf die Entwicklung des MTB-Streckennetzes gefragt: In diesem Jahr konnte ein Großteil der erforderlichen Abstimmungen mit rund 600 betroffenen Eigentümern, Jägern, dem Forst, Wandervereinen und dem Naturschutz auf einen guten Weg gebracht werden. In 2014 sollen die ersten Strecken an den Markt gehen. Erstmals fand ein „Runder Tisch“ zum Tourismus und zum Mountainbike statt, dem weitere folgen sollen. „Dies ist uns sehr wichtig. Der Tourismus allgemein, aber insbesondere der Bereich Mountainbike ist ein sensibles Thema – nicht nur in Albstadt. Im Dialog und vertrauensvollen Miteinander können Ängste und Vorbehalte abgebaut werden“, führte Gneveckow aus, „ und genau diesen Weg gehen wir“.

Im Wintersport gilt es, nach dem guten Start des „Schneewalzers“, den zweiten Winterpremiumwanderweg in Albstadt-Onstmettingen zu realisieren, die anstehenden Fragen des Loipenmanagements zu klären und gemeinsam mit den Ski- und Wintersportvereinen und der Stadt ein zukunftsfähiges Modell zu entwickeln.

Project M hat darüber hinaus eine Schwachstelle ausgemacht: Wer eine Übernachtung in Albstadt buchen will, findet über die gängigen Online-Plattformen nur einige Hotels. Dabei könnten gerade die Ferienwohnungen enorm vom Online-Vertrieb profitieren. „Wenn Albstadt Kurzreisende anziehen will, muss es als „Minidestination“ auch in der entscheidenden Buchungsphase präsent sein und die Buchung auf einen Klick anbieten“,  fordert Melzer.

Die technischen Lösungen der Portale sind mittlerweile ausgereift: Sie sind keine „Bettendatenbanken“ mehr und ermöglichen ein „Branding“ von Albstadt mit seinem Angebot. Ganz nebenbei kann über eine Kooperation mit einem Buchungsportal auch die Tourist-Information entlastet werden: Ein kurzer Blick in die Online-Kalender der Vermieter statt aufwändigem Abtelefonieren klärt die Verfügbarkeit. Zu Spitzenzeiten wie dem MTB-Weltcup sei das laut Melzer fast schon „überlebenswichtig“.

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